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Nachdem der erste Eindruck gewonnen wurde, kann man anfangen.
Man kann vom oberen Ast oder auch vom unteren anfangen. Ich ziehe vor, immer vom unteren anzufangen. Alle anderen Äste werden sich diesem unterordnen und man kann sich wunderbar hoch arbeiten. VorderseiteRechte Seite

Es kann los gehen:
Warum ausgerechnet ich beim unteren linken Ast anfange, hängt damit zusammen, dass er momentan mein wichtigster Ast: Er ist der Ast, von dem ich ausgehen muss, um Schnitte für Proportionen vorzunehmen. Wäre er nicht da, gäbe es bis zum oberen linken Ast einen zu großen negativen Bereich, der zu diesem momentanen Design gar nicht passt. Formal gesehen gehört dieser Ast weggeschnitten, da er aus einer Stammbiegung entstammt. Diesen Ast brauchen wir aber, so bleibt er, wo er ist. Diese Astlänge auf jeden Fall dient als Vorgabe für den Rückschnitt im oberen Bereich, wie ich später zeigen möchte.

 



Der Rückschnitt im unteren Bereich soll berücksichtigen, dass hier die ältesten Aste zu finden sind, also solche mit der meisten Verzweigung. Um dies zu erreichen, muss dafür Sorge getragen werden, dass kurze Internodien erzielt werden. Eine gut ausgebildete tertiäre Verzweigung verteilt die Kraft auf den Blättern so, dass die Große des Blattes nicht mehr so groß ausfällt.
Schauen Sie sich den Ast von allen Seiten aus an, damit der Rückschritt von allen Seiten gleichmäßig erfolgen kann. Er darf im unteren Bereich auf keinen Fall zu kurz ausfallen, weil man die oberen Äste anpassen muss.